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Ehrung 45 Jahre Mitglied

Acht Kiwaner sind seit 45 Jahren Mitglied des KC Liestal

Martin Strübin bei der Überreichung der Ehrenurkunden

Anlässlich des Amtsübergabe-Meetings Ende September 2016 konnte der abtretende President, Martin Strübin, acht Mitglieder für ihre über 45-jährige Club-Treue ehren und ihnen eine Urkunde aushändigen. Es sind dies v.l.n.r. Ulrich Nebiker, Hans Nüesch, Alfred Meier, Hans Kipfer, Werner Ehrmann, Günter Braun (auf Foto verdeckt), Heini Weibel und Andrea Gartmann.

KF Dominik Wunderlin schloss seine Laudatio mit den Mundartworten: „Wär e so lang dr Wyl het, im glyche Club und in der glyche Bewegig z blybe, sich dört sozial z’engagiere und d Fründschaft z’pfläge, dä darf me au in Fröiden ehre und het en Ehrig verdient!


50 Jahre Kiwanis Club Liestal

Azzurro. Ja, dieses Wort kam wohl vielen hierzulande im Jahre 1968 zum ersten Mal ins Ohr und blieb auch bis heute ein Ohrwurm. Losgelassen hatte ihn seinerzeit Adriano Celentano.

Azurro, (azur)blau.

Dieser Schlager im Jahre 1968, als in grossen Städten die Pflastersteine flogen, Revolte, Rebellion und Revolution eine begriffliche Dreiheit bildeten und bis heute zentral zur «Chiffre 68» gehören. 1968, als Sex, Drogen & Rock ‘n’ Roll als Lebensgefühl Wein, Weib und Gesang unserer Eltern und Grosseltern ablösten und im Kern aber miteinander verwandt sind.

1968 war auch: Kommune und WG, schrille Mode, Minirock und lange Haare.

Dies alles nahm man auch in Liestal und im Baselbiet wahr. Zwar flogen hier zu keiner Zeit Pflastersteine, aber alles wurde 1968 und in den Folgejahren auch hier sicht- und spürbar und wer voll mitmachte, versteht sich bis heute als ein 68er. 

Zugegeben: Den eingangs erwähnte Welthit von Celentanos, übrigens komponiert vom genialen Paolo Conte, verbindet man nicht gerade mit der 68er Bewegung. Aber Celentano war und blieb im Grunde ein Rock ‘n’ Roller, hatte rebellische Züge – und es ist gewiss auch ein Zeichen des durch 1968 eingeleiteten Umbruchs, dass Azzurro bis heute als inoffizielle italienische Nationalhymne verstanden wird. Dass Liestal und das Baselbiet im Jahre 1968 etwas blauer, nämlich Kiwanisblau wurden, kann ich schwerlich mit Celentanos Lied in Verbindung bringen. Oder doch: Ich habe die leise, aber nicht haltlose Vermutung, dass es an der Charternight vom 15. März 1969 zumindest instrumental zu hören war. In die Annalen unseres Clubs ging dieses Fest als «rauschende Ballnacht» ein, und nichts spricht dagegen, dass die damals aufspielende Combo (heute Band) nicht auch Azzurro spielte.

Gründungspräsident Gabriel Wiener bei der Entgegennahme der Charter-Urkunde, 15. März 1969

Vermessen wäre es indes, die damals noch kleine Liestaler Kiwanis-Familie als 68er-Kollektiv zu etikettieren, zumal die Idee eines Kiwanis-Clubs in unserer Kantonshauptstadt bereits im Frühling 1967 Wurzeln bildete und bereits im Herbst desselben Jahres die Gründung des KCL durch den Patenclub Basel anerkannt wurde.

Wir dürfen uns HEUTE auch freuen, dass aus der Gründerzeit noch sechs Mitglieder unter uns sind, deren Namen an diesem Abend auch an anderer Stelle zu hören waren, hier dennoch wiederholt werden sollten: Werner Ehrmann, Hans Kipfer, Alfred Meier, Ueli Nebiker, Hans Nüesch und Heini Weibel. Diese sechs Herren bildeten mit gut 20 weiteren Kiwanisfreunden jenes Fundament, das unseren Club überhaupt lebensfähig machte, denn die Übernahme einer Charter-Urkunde bedingt zwingend einen Mitgliederbestand von 25 Members. Dieser war nach eifrigem Werben in und im Liestal, ja im ganzen Kanton im Frühling 1969 erreicht. Sie alle waren bereit und gewillt, nicht bloss Mitglied eines weiteren Vereins zu sein, sondern sich in freundschaftlicher Verbundenheit in einen grossen Kreis zu stellen und mit sozialem Engagement der Gesellschaft zu dienen.

Dominik Wunderlin


Paralympic-Rennsportler Heinz Frei beeindruckte

Am 6. Juni durfte der Club den erfolgreichen Rollstuhl-sportler Heinz Frei als Gast und Referent begrüssen. Mit Spannung verfolgten die Anwesenden die Schilderung, wie er mit 20 Jahren nach einem Unfall bei einem Berglauf sein Schicksal als Herausforderung annahm und dadurch zu einem Pionier und Botschafter des Paralympic-Sports wurde. Als Rennrollstuhlfahrer kämpfte er sich an die Weltspitze und holte mehrere Weltmeistertitel. Obwohl sich niemand ein Leben im Rollstuhl wünscht, zeigte uns Frei auf sympathische Art, dass die Diagnose «Querschnittlähmung» nicht das Ende aller Lebensfreude sein muss, wenn man lernen kann, das Leben in beide Hände zu nehmen.    

KF Dominik Wunderlin , KC Liestal


Besuch bei Luginbuehl 2012